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Mittwoch, 7. Juni 2006
Telephonmarketing
mein.dasein, 11:37h
(Eine fast willkommene Unterbrechung der abendlichen Privatsphäre)
Telephon: kling – klingeling – klingelingling – kl
Marketingopfer: „Ja, guten Abend“
Hübschemarketingstimme: „Guten Abend. Mein Name ist Christine Unverständlichername. Ich führe für die Firma Genuscheltername eine zufällige Telefonumfrage über das Fernsehverhalten durch und möchte sie gerne fünf Minuten interviewen. Spreche ich mit Marketingopfername. “ – viel zu schnell gesprochen.
Marketingopfer: „Ja“ – noch nicht online
Hübschemarketingstimme: „Stimmen sie einem Interview zu?“ – immer noch schnell gesprochen
Marketingopfer: „Ähhh“ – es dämmert.
Hübschemarketingstimme: „Es dauert nur wenige Minuten und die Daten werden vertraulich behandelt.“
Marketingopfer: „Tja, äh, naja, …“ Eine Idee entwickelt sich.
Hübschemarketingstimme: „Die erste Frage richtet sich …“
Marketingopfer: „Garantieren Sie die Vertraulichkeit wirklich?
Hübschemarketingstimme: „Äh ja. Natürlich.
Marketingopfer: „Na dann mal los!“ *vorsichhingrinsend*
Hübschemarketingstimme: „Die erste Frage richtet sich an …“
Marketingopfer: „Wie sieht es mit den Untersuchungsergebnissen aus?“ - Erst einmal genug Zeit verbrauchen, damit sie nicht auflegt, schließlich muss sie ein Soll erfüllen.
Hübschemarketingstimme: „Diese werden im Internet unter hatetepe doppelpunkt doppelsläsch wewewe punkt genuschelterfirmenname punkt komm bereitgestellt.“
Marketingopfer: „Das heißt, ich brauche Internet?“
Hübschemarketingstimme: „Äh jaaaahhh“ - Verunsicherung in der Stimme: Hat der Trottel etwa kein Internetanschluss
Marketingopfer: „Nun gut, machen wir es so: Ich beantworte eine Frage, Sie beantworten eine Frage!“
Hübschemarketingstimme: „Was? So läuft das aber nicht.“
Marketingopfer: „Sie wollen doch eine Umfrage machen?!“
Hübschemarketingstimme: „Ja – Wollen sie nun teilnehmen?“ – Sie hat Geduld
Marketingopfer: „Sie kennen die Bedingungen.“ *schmunzel*
Hübschemarketingstimme: „Nur wenn es kurze Fragen sind.“
Marketingopfer: „Fangen sie an!“
Hübschemarketingstimme: „Die erste Frage richtet sich an ihr Fernsehgewohnheiten. Wie lange schauen Sie wöchentlich fern? Sind es a) bis zu 7 Stunden b) mehr als 7 und bis zu 14 Stunden, c) mehr als 14 bis zu 21, d) mehr als 21 bis zu 28 oder e) mehr als 28 Stunden wöchentlich?“
Marketingopfer: „Sagen wir c. Jetzt meine Frage…“
Hübschemarketingstimme: grummeln
Marketingopfer: „Wie stehen sie zu Zungenspielen?
Hübschemarketingstimme: „Waaas?“ – echt echauviert
Marketingopfer: „Zungenspiele. Wir werden uns nie begegnen. Sie können mir doch die Frage beantworten. Kennen sie »Das Schwiegen der Lämmer«? Da war es genauso. Jeder eine Frage. Also: Wie stehen sie zu Zungenspielen? Mögen sie es wenn eine Zunge um die Spitze ihren Brustwarzen kreist?
Hübschemarketingstimme: „ Äh ja, ähhhh, ich,
Marketingopfer: „Jaaaaah?“
Hübschemarketingstimme: „…eigentlich schon“
Marketingopfer: „Eigentlich?“
Hübschemarketingstimme: „Nur eine Frage. Meine zweite Frage!: Sehen sie öffentlich rechtliche Programme an: a) vorwiegend, b) überwiegend, c) teils-teils d) eher weniger oder e) selten?“
Marketingopfer: „Bee. - Meine Frage: Wenn eine Zunge um Ihre Klitoris kreist, erregt sie das sehr schnell?
Hübschemarketingstimme: „Das ist Belästigung!“
Marketingopfer: „Ja genau! Sie haben angefangen. Sie rufen mich an. Sie stören meine Privatsphäre. Sie halten mich von Dingen ab, die ich gerne tun möchte. Ist es da nicht gut einen Ausgleich zu geben?
Hübschemarketingstimme: „Aber ich will die Frage nicht beantworten.“
Marketingopfer: „Tja.“ - Pause
Hübschemarketingstimme: ???? – Wägt die verbrauchte Zeit ab
Marketingopfer: „Sie können mich gerne anlügen, das tue ich schließlich auch bei Ihren Fragen! “
Hübschemarketingstimme: „Waaas?“ -
Marketingopfer: „Was haben Sie gedacht.“
Hübschemarketingstimme: „So geht das aber nicht. Das Gespräch wird doch ausgewertet.“
Marketingopfer: „Sie wollten das vertraulich behandeln!“ Irgendwann hat sie soviel Zeit investiert, dass sie nicht aufhören wird.
Hübschemarketingstimme: „Vertraulich im Rahmen der Studie…“
Marketingopfer: „Das heißt also, dass sie Clusteranalysen über meine Antworten laufen lassen, mich mit Geodaten über die Wohngebietsstruktur verknüpfen, Werbung auf Produkte für mich zuschneiden, die ich gar nicht haben will und sie wollen mir keine Antworten auf einfache Fragen geben, die keinen Zusammenhang mit anderen Telephonmarketinggesellschaften haben.“
Hübschemarketingstimme: „Machen Sie das öfters?“
Marketingopfer: „Gehört das zur Umfrage?“
Hübschemarketingstimme: „Machen wir weiter?“
Marketingopfer: „Jaaaah.“
Hübschemarketingstimme: „Fühlen Sie Sich durch Werbung im Fernsehen _zwischen_ Sendungen gestört? a) sehr, b) häufig, c) hin-und-wieder, d) manchmal, e) nie?“ – viel zu schnell gesprochen
Marketingopfer: „Sie haben meine Frage noch nicht beantwortet !“
Hübschemarketingstimme: „Nun kommen sie schon …“
Marketingopfer: „Falsche Bemerkung !“ Pause „OK, ich nehme Aaah. Wie stehen Sie zu Intimrasur. Haben sie das schon mal probiert, sind sie gerade rasiert?“ – schön langsam gesprochen.
Hübschemarketingstimme: resigniertes Luftholen.
Telephon: Klack. Aufgelegt.
Marketingopfer: „Und übrigens wollten Sie das vertraulich behandeln!“
Telephon: tuuuuuut – tuuuuuuut.
~~~~~~~~~~~
Also Vorsicht, bei Anrufen, ich bin vielleicht auf den Geschmack gekommen!
Telephon: kling – klingeling – klingelingling – kl
Marketingopfer: „Ja, guten Abend“
Hübschemarketingstimme: „Guten Abend. Mein Name ist Christine Unverständlichername. Ich führe für die Firma Genuscheltername eine zufällige Telefonumfrage über das Fernsehverhalten durch und möchte sie gerne fünf Minuten interviewen. Spreche ich mit Marketingopfername. “ – viel zu schnell gesprochen.
Marketingopfer: „Ja“ – noch nicht online
Hübschemarketingstimme: „Stimmen sie einem Interview zu?“ – immer noch schnell gesprochen
Marketingopfer: „Ähhh“ – es dämmert.
Hübschemarketingstimme: „Es dauert nur wenige Minuten und die Daten werden vertraulich behandelt.“
Marketingopfer: „Tja, äh, naja, …“ Eine Idee entwickelt sich.
Hübschemarketingstimme: „Die erste Frage richtet sich …“
Marketingopfer: „Garantieren Sie die Vertraulichkeit wirklich?
Hübschemarketingstimme: „Äh ja. Natürlich.
Marketingopfer: „Na dann mal los!“ *vorsichhingrinsend*
Hübschemarketingstimme: „Die erste Frage richtet sich an …“
Marketingopfer: „Wie sieht es mit den Untersuchungsergebnissen aus?“ - Erst einmal genug Zeit verbrauchen, damit sie nicht auflegt, schließlich muss sie ein Soll erfüllen.
Hübschemarketingstimme: „Diese werden im Internet unter hatetepe doppelpunkt doppelsläsch wewewe punkt genuschelterfirmenname punkt komm bereitgestellt.“
Marketingopfer: „Das heißt, ich brauche Internet?“
Hübschemarketingstimme: „Äh jaaaahhh“ - Verunsicherung in der Stimme: Hat der Trottel etwa kein Internetanschluss
Marketingopfer: „Nun gut, machen wir es so: Ich beantworte eine Frage, Sie beantworten eine Frage!“
Hübschemarketingstimme: „Was? So läuft das aber nicht.“
Marketingopfer: „Sie wollen doch eine Umfrage machen?!“
Hübschemarketingstimme: „Ja – Wollen sie nun teilnehmen?“ – Sie hat Geduld
Marketingopfer: „Sie kennen die Bedingungen.“ *schmunzel*
Hübschemarketingstimme: „Nur wenn es kurze Fragen sind.“
Marketingopfer: „Fangen sie an!“
Hübschemarketingstimme: „Die erste Frage richtet sich an ihr Fernsehgewohnheiten. Wie lange schauen Sie wöchentlich fern? Sind es a) bis zu 7 Stunden b) mehr als 7 und bis zu 14 Stunden, c) mehr als 14 bis zu 21, d) mehr als 21 bis zu 28 oder e) mehr als 28 Stunden wöchentlich?“
Marketingopfer: „Sagen wir c. Jetzt meine Frage…“
Hübschemarketingstimme: grummeln
Marketingopfer: „Wie stehen sie zu Zungenspielen?
Hübschemarketingstimme: „Waaas?“ – echt echauviert
Marketingopfer: „Zungenspiele. Wir werden uns nie begegnen. Sie können mir doch die Frage beantworten. Kennen sie »Das Schwiegen der Lämmer«? Da war es genauso. Jeder eine Frage. Also: Wie stehen sie zu Zungenspielen? Mögen sie es wenn eine Zunge um die Spitze ihren Brustwarzen kreist?
Hübschemarketingstimme: „ Äh ja, ähhhh, ich,
Marketingopfer: „Jaaaaah?“
Hübschemarketingstimme: „…eigentlich schon“
Marketingopfer: „Eigentlich?“
Hübschemarketingstimme: „Nur eine Frage. Meine zweite Frage!: Sehen sie öffentlich rechtliche Programme an: a) vorwiegend, b) überwiegend, c) teils-teils d) eher weniger oder e) selten?“
Marketingopfer: „Bee. - Meine Frage: Wenn eine Zunge um Ihre Klitoris kreist, erregt sie das sehr schnell?
Hübschemarketingstimme: „Das ist Belästigung!“
Marketingopfer: „Ja genau! Sie haben angefangen. Sie rufen mich an. Sie stören meine Privatsphäre. Sie halten mich von Dingen ab, die ich gerne tun möchte. Ist es da nicht gut einen Ausgleich zu geben?
Hübschemarketingstimme: „Aber ich will die Frage nicht beantworten.“
Marketingopfer: „Tja.“ - Pause
Hübschemarketingstimme: ???? – Wägt die verbrauchte Zeit ab
Marketingopfer: „Sie können mich gerne anlügen, das tue ich schließlich auch bei Ihren Fragen! “
Hübschemarketingstimme: „Waaas?“ -
Marketingopfer: „Was haben Sie gedacht.“
Hübschemarketingstimme: „So geht das aber nicht. Das Gespräch wird doch ausgewertet.“
Marketingopfer: „Sie wollten das vertraulich behandeln!“ Irgendwann hat sie soviel Zeit investiert, dass sie nicht aufhören wird.
Hübschemarketingstimme: „Vertraulich im Rahmen der Studie…“
Marketingopfer: „Das heißt also, dass sie Clusteranalysen über meine Antworten laufen lassen, mich mit Geodaten über die Wohngebietsstruktur verknüpfen, Werbung auf Produkte für mich zuschneiden, die ich gar nicht haben will und sie wollen mir keine Antworten auf einfache Fragen geben, die keinen Zusammenhang mit anderen Telephonmarketinggesellschaften haben.“
Hübschemarketingstimme: „Machen Sie das öfters?“
Marketingopfer: „Gehört das zur Umfrage?“
Hübschemarketingstimme: „Machen wir weiter?“
Marketingopfer: „Jaaaah.“
Hübschemarketingstimme: „Fühlen Sie Sich durch Werbung im Fernsehen _zwischen_ Sendungen gestört? a) sehr, b) häufig, c) hin-und-wieder, d) manchmal, e) nie?“ – viel zu schnell gesprochen
Marketingopfer: „Sie haben meine Frage noch nicht beantwortet !“
Hübschemarketingstimme: „Nun kommen sie schon …“
Marketingopfer: „Falsche Bemerkung !“ Pause „OK, ich nehme Aaah. Wie stehen Sie zu Intimrasur. Haben sie das schon mal probiert, sind sie gerade rasiert?“ – schön langsam gesprochen.
Hübschemarketingstimme: resigniertes Luftholen.
Telephon: Klack. Aufgelegt.
Marketingopfer: „Und übrigens wollten Sie das vertraulich behandeln!“
Telephon: tuuuuuut – tuuuuuuut.
~~~~~~~~~~~
Also Vorsicht, bei Anrufen, ich bin vielleicht auf den Geschmack gekommen!
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