Montag, 24. Juli 2006
Könnte so sein
Ich könnte mir vorstellen, ich käme zu dir, direkt von der Arbeit, noch in der Rüstung des modernen Mannes. Du säßest im Sessel, über den Geschehnissen des Tages brütend. Ich öffnete die Kravatte und ließe sie durch den Kragen des Hemdes surren. Ich bände sie dann, hinter dem Sessel stehend, um deine Augen und knotete sie, deine Empörung ignorierend, locker am Hinterkopf zusammen. Meinen Gürtel benützte ich dann, um ihn locker so ein- oder zweimal um ein Handgelenk zu schlingen, mit der Absicht dich zum Stillhalten zu bewegen, nicht um dich zu festgebunden zu haben. Das Binden in Kombination mit dem kühlen weichen Leder auf der Haut wirke spannungsaufbauend. Das Plopp einer Flasche erschrecke erst, dann folge der Versuch die Neugier zu stillen, was durch das heller werdende Rauschen des Getränkes in Gläsern, da der Ton der Oberfläche des Getränkespiegels folgt, beruhigt würde. Riechen wäre zugelassen. Ein Nippen könnte folgen, wobei das Glas gehalten ist und du nur den Mund ein wenig öffnetest, den Kopf leicht nach hinten nähmest. Nur wenig, damit nichts verschüttet ginge. Das Schmecken wäre natürlich intensiver, da Sehen und Tasten nicht möglich sind. Der trockene Mund wäre somit nicht mehr so trocken, die Situation entspannter, nein nicht entspannter!, aber gelockerter.
Etwas weiches gleite dann über die Backen. Was das sei? Die Blütenblätter einer Rose – samtig, weich, dennoch fest. Irritierung: Die Rose habe Dornen? Diese Frage schwebe im Raum. Der Duft der Rose, dezent, bestimmt, stark, führe die Sinne, gleichzeitig mit dem Sekt. Geschmack und Geruch seien, wie Tasten und Sehen, in den Moment eingebunden, dem realen Raum entzogen. Finger nestelen an den Knöpfen der Bluse. Die Rose röche noch direkt unter der Nase. Der Kragen der Bluse schiebe sich nach hinten über die Schultern, Die Arme noch in den Ärmeln, und würde für eine weitere Festlegung des Körpers sorgen. Der Brustkorb hebe sich dadurch ein wenig mehr hervor. Die Rose wanderte langsam über das Kinn, etwas angehoben, den Hals hinunter über den Adamsapfel, die Grube am Halsansatz, den Solar-Plexus bis auf die Bauchdecke. Leichte streichelnde Kreise in kühler Luft. Gerade so ausgeführt, dass es nicht kitzelt, nicht kratzt und nicht schleift, sondern schmeichelt und erregt, lassen erschaudern und den Atem anhalten.
Eine, von der Sektflasche gekühlte, Hand wandere jetzt an der Außenseite des Oberschenkels entlang bis zum Bund des Rocks. Finger suchen ihren Weg unter den Bund und schieben diesen langsam nach oben - der seitliche Reisverschluss knirscht beim Öffnen. Die Rosenknospe wandere die Innenseiten der Oberschenkel entlang, nicht aufhörend, nach oben, bis sie wieder auf dem Bauch angelangt sei.
Den Bauch der kalten Sektflasche würde ich über den einen Oberschenkel rollen, damit die Magengrube sich dabei einziehe. Ein einzelnes Blütenblatt kitzele, diesmal wirklich Kitzeln, die Schulter auf der kalten Haut (die Bluse wurde schließlich zurückgeschoben) und kann dann dort liegen bleiben.
In den Mund, von der Anspannung leicht geöffnet, schöbe sich ein Stück Schokolade. Sie soll langsam auf der Zunge zerlaufen. Nicht einfach heruntergeschluckt, nicht zerkaut werden, aber das ist selbstverständlich.
Die Brustwarzen würden durch den BH mit Rose umkreist. Die Festigkeit zeige sich deutlich (zusammen mit der Erregung) an der kleinen Erhebung auf dem Körbchen. Der Mund (mit der Schokolade) versucht eine Laut wie „Uuuuh“ zu formen, bleibe aber still. Der BH würde vorsichtig, so, dass er mit dem unteren Rand die Brustwarze leicht streife, nach oben gehoben. Am Brustansatz streicht die Rose vorbei und kommt mit der Knospenöffnung direkt auf Brustwarze zum Halten. Ein Drehen der Knospe mit sanftem Druck sorge für weiter Erregung.
Am Arm würde dann ein Dorn der Rose ein wenig kratzen, klären, ob die Rose Dornen habe, und für eine Schreckskunde sorgen - Nur eine kleine. Kurz den Atmen durch de Zähne einziehen und anhalten. Der Spannungsbogen soll erhalten bleiben.
Aber das ist alles nur Spekulation.
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Ich empfehle den „Eingebildeten Kranken“ von Erich Roth

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