Samstag, 13. März 2010
Samstags im Hochhaus
Eingetroffen bin ich. Arbeit heute. Keine Menschenseele da. Dunkel überall. Nur der Glasaufzug leuchtet hervor und verschindet wieder, als ich ihn nach unten schicke. Dunkel. Irgendwer macht wohl Freitagabends das Licht aus - und die Zwischentüren zu, wie ich kurz später feststelle. Nur ein paar entfernte Hieristeinlichtschalter-LEDs tauchen auf. Und das, obwohl draußen die Sonne scheint. Ich taste mich also durch die Gänge. Selbst das Brummen der Klimaanlage ist nicht da. Ah, mein Büro. Innenhoftageslicht, überdacht, gefiltert und gedämpft. Innenhofsstill. Meine Monitore leuchten noch. Schwarzweiß wie das Hintergrundbild. rund um im den Innenhoffenstern niemand zu sehen. Ich ziehe die Jalousien zu, damit die Atmosphäre bleibt: düster, tastend, allein, still. Samstagsarbeit.

Einen Kaffee noch. Wieder durch die Gänge. Waswärewenn spielen. Ich nicht allein. Die unbekannt tastet sich ebenfalls durch die Gänge. Schritte. Atem. Aber kein Wort. Wir tasten uns. Ein gehauchtes "Khaffeeeehh". Aber soweit kommt es nicht. Vielleicht - nein, sicherlich - anschließend.

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