Dienstag, 13. Juni 2006
Löffelchenstellung
mein.dasein, 17:55h
Sonntagmorgen, viel zu früh. Die Sonnenstrahlen kitzeln durch die kleinen Löcher im Rollladen meine Nase. Ich höre das gleichmäßige, ruhige Atmen neben mir. Jetzt ist genau die richtige Zeit! Meine linke Hand sucht ihren Weg unter meiner Bettdecke hervor und kriecht weiter. Da ist er Rücken. Noch schlaftrunken rolle ich nach links. Die Hand wandert nach oben zum Nacken. Ich rutsche langsam zu der anderen Bettseite hinüber, hebe die Bettdecke, die sich zwischen unseren Körpern knüllt, hoch und spüre die Wärme, die mir entgegenströmt. Ich rutsche weiter, bis mein Schoß die Pobacken neben mir erreicht. Meine Rechte Hand gleitet jetzt auch den Rücken hinauf. Langsam. Mein Glied schwillt an, nicht zu sehr; der Schlaf ist immer noch da. Herrliche Wärme fließt mir entgegen. Meine Knie finden den Weg in die Kniekehlen. Die rechte Hand findet den Bauch. Vielleicht sollte ich meine Augen öffnen. Mein Brustkorb berührt nun den Rücken. Die linke Hand hat es geschafft sich ganz sanft zwischen Hals und Schulter und Kopfkissen zu schieben. Es geht weiter an dem Oberarm entlang. Mit der Nase mache ich Kreise um einen der Nackenwirbel. Ich hauche heiße Luft in den Nacken. Der Körper vor mir räkelt sich jetzt und atmet tief ein. Der Po bewegt sich und drückt sich fester in meinen Schoß. Mein halbsteifes Glied liegt in der Lücke zwischen den Backen. Mein Lippen drücken sich zwischen die Schulterblätter. Ich sauge den Geruch der Haut in mich hinein. Meine Zehen berühren die Fußsohlen. Der Gegendruck gegen meine Körper erhöht sich. Meine rechte Hand findet ihren Weg unter dem Arm hindurch zum Busen und bleibt oberhalb der Brüste flach auf dem Solar Plexus liegen, das Handgelenk genau im Busen. Der Brustkorb hebt und senkt sich gleichmäßig. Der Rhythmus überträgt sich auf mich. Die Augen bekomme ich nicht mehr auf. Mein Atmen wird flacher und gleichmäßiger. Ich drehe meine Kopf so, dass er besser in Nacken vor mir passt. Das ist Anschmiegen in Perfektion, Assimilation zweier Körper. Die Fortsetzung der Nacht.
Zwei Stunden später werden wir gemeinsam wach. Wunderbar erholt. Entspannt. Munter. Das wird ein opulentes Frühstück.
Zwei Stunden später werden wir gemeinsam wach. Wunderbar erholt. Entspannt. Munter. Das wird ein opulentes Frühstück.
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