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Dienstag, 12. September 2006
Schaufenstervorbeilaufen 2
Ich lief heute wieder an dem entsprechenden Schaufenster des Wäschegeschäftes vorbei, in der Erwartung, den gerade so durchsichtigen bodenlanger Rock mit den hohen, halterlosen, schwarzen Strümpfen zu sehen. Eine Frau schob sich langsam an den Schaufenster entlang. Ich ging langsamer. Sie schaute abweisend in meine Richtung, ohne mich anzusehen, wollte nicht gestört werden. Das konnte ich verstehen und ging weiter, statt stehenzubleiben. Mich neben sie zu stellen und zu schauen, passte einfach nicht. „Schöne Sachen!“ hätte ich gerne gesagt. „Das könnte Ihnen gut stehen!“ wäre mir eingefallen. Sie hätte antworten können “Ja, ich mag so etwas.“. Belanglos. Aufmunternd. Einfach freundlich. „Sagen Sie das Ihrem Freund“ wäre die Unterhaltung weiter gegangen. Ein kurzes Nicken. Ein verstehendes Grinsen. Jeder wäre seines Weges gegangen, den kleinen Reiz in den Tag mitnehmend. So aber war ich in den Gefahrenbereich der Löwin eingedrungen. Bereit zum Sprung, die Zähne fletschend. Gerade so, also ob die Unterhaltung vor einem Sexgeschäft hätte stattfinden („Der Dildo ist toll“, „Ich mag lieber den anderen!“) und die Unterhaltung von weiteren Personen hätte beobachtet worden sein können.


So in Gedanken vor mich hindenkend, musste ich leider feststellen, dass umdekoriert worden war. Bikinis statt bodenlangem schwarzem Rock mit den hohen, halterlosen, schwarzen Strümpfen. Ich trollte mich. Schade.

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Wann geht es weiter? Noch im Urlaub?
LG Lutz

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